Aufbau einer Bewerbung

1 (4)Der Aufbau einer Bewerbung verläuft stets nach dem gleichen Schema. Die Reihenfolge der Dokumente ist strikt festgelegt. Wer sich nicht daran hält erntet Minuspunkte, die schnell zu einer Ablehnung führen können.

Eine Bewerbung beginnt mit dem Anschreiben. Anschließend folgt das Deckblatt. Wer auf ein Deckblatt verzichtet, fährt direkt mit dem Lebenslauf fort. Dann folgt das Motivationsschreiben (falls erforderlich), Zeugnisse & Zertifikate und, sofern verlangt, zu Letzt die Arbeitsproben. Fertig ist die Bewerbung.

Anschreiben

Vor jedem anderen Dokument gehört vor allem das Anschreiben in jede Bewerbung. In diesem wird der Personalleiter angesprochen. Man berichtet über den Grund des Schreibens (Bewerbung um eine Stelle xy) usw. Die gewählten Formulierungen sollten direkt und höflich ausfallen. Die Länge des Anschreibens sollte nicht mehr als eine DIN A4 Seite sein. Dieser eingeschränkte Platz steht zur Verfügung um den Personalreferenten von sich zu überzeugen.  Hier sollte in jedem Fall eine zu allgemeine Anrede wie „Sehr geehrte Damen und Herren“ nach Möglichkeit vermieden werden. Wenn in der Stellenbeschreibung kein direkter Ansprechpartner aufgeführt ist, kann man diese Informationen häufig mit einem Telefonanruf herausfinden.

Deckblatt mit Bewerbungsfoto

Das Deckblatt ist kein verpflichtendes Element der Bewerbung. Es empfiehlt sich aber auf dieses zurückzugreifen. Das Deckblatt präsentiert auf einen Blick das Bewerbungsfoto und gilt als Gedächtnisunterstützung für den Personalentscheider. Das Deckblatt einer Bewerbung für künstlerische Berufe darf dabei ruhig etwas extravaganter und kreativer ausfallen. Für alle anderen Bewerbungen sollte die klassische Präsentation herangezogen werden.

Lebenslauf

Als nächstes folgt der Lebenslauf in der Bewerbung. Dieses Dokument ist das wichtigste. Hier wird, meistens in tabellarischer Form, eine Kurzbiografie erstellt.  Angefangen mit den persönlichen Daten folgen der berufliche Werdegang, die Schul- und Berufsausbildung, vorhandene Weiterbildungen, Fähigkeiten & Kenntnisse bzw. Zusatzqualifikationen und zu guter Letzt Hobbies und Interessen.  Unter dem letzten Punkt fallen auch Tätigkeiten wie die Übernahme ehrenamtlicher Tätigkeiten. Wer auf ein Deckblatt verzichtet, integriert das Bewerbungsfoto in den Lebenslauf.

Der Lebenslauf soll dem Personalleiter nicht nur über erworbene und vorhandene Fähigkeiten informieren, sondern auch einen Eindruck vom Charakter vermitteln.  Alternativ oder zusätzlich zum tabellarischen Lebenslauf kann auch ein ausführlicher verlangt werden. Hierbei handelt es sich um einen Lebenslauf in Aufsatzform als Fließtext. Einer der wichtigsten Aspekte eines Lebenslaufs ist die Übersichtlichkeit unabhängig in welcher Form dieser verfasst wird.

(optional) Motivationsschreiben

Ein Motivationsschreiben bietet nochmals die Möglichkeit eindringlich von sich zu überzeugen. Allerdings sollte ein Motivationsschreiben ausschließlich beigefügt werden, wenn dieses verlangt wird oder man dem Personalleiter einen echten Mehrwert bieten kann. Daher dient das Motivationsschreiben dazu noch weitere Ausführungen zur Person, die noch nicht Bestandteil des Anschreibens oder Lebenslaufs waren, darzulegen.

Der Inhalt des Motivationsschreibens ist der individuell sehr verschieden. Der Bewerber kann beispielsweise auf seine Intention der Bewerbung eingehen und die Begeisterung für das Unternehmen untermauern.

Zeugnisse/Referenzen/Zertifikate

Nach dem Motivationsschreiben erfolgen die Zeugnisse, Referenzen und Zertifikate.

Zeugnisse und Zertifikate stellen Belege für erbrachte Leistungen, Weiterbildungen usw. dar. Daher sollten vor allem die der Bewerbung beigefügt werden, die auch relevant für die ausgeschriebene Stelle sind. Diese sind insbesondere: Schul-/Studienabschlusszeugnisse, Ausbildungsabschlusszeugnis, Arbeitszeugnisse, Zertifikate von Weiter- und Fortbildungen usw.

Referenzen nehmen in Deutschland auch immer weiter eine wichtigere Rolle ein. Als Referenzen gelten dabei nicht nur Empfehlungsschreiben von Professoren, Arbeitgebern oder Chefs. Auch die bloße Angabe der Kontaktdaten dieser Person, so dass der zukünftige Arbeitgeber bei Bedarf weitere Erkundigungen einholen kann, werden immer öfter gerne gesehen.

Arbeitsproben

Arbeitsproben werden lediglich der Bewerbung hinzugefügt, wenn in der Stellenbeschreibung ausdrücklich verlangt wird. Diese Arbeitsproben kommen in der Reihenfolge der Dokumente ganz als letztes an die Reihe, mit Ausnahme von Künstlerbewerbungen. Hier bietet es sich an einen kleinen Eindruck bereits auf dem Deckblatt zu hinterlassen.

Sofern Arbeitsproben nicht erwartet werden, der Bewerber aber dennoch mit seinen Arbeiten überzeugen möchte, bietet sich das Vorstellungsgespräch zur Präsentation an.